Die ignorierten Frauen der Bibel
Buchpräsentation und Thementag mit Annette Jantzen in Karlsruhe
Dr. Annette Jantzen ist Theologin und promovierte Kirchenhistorikerin. Sie stammt aus dem Bistum Aachen und hat dort lange für den BDKJ und später für die Frauenpastoral gearbeitet. Mittlerweile ist sie beim Hildegardisverein sowie als freie Autorin tätig. Seit 2019 beschäftigt sie sich in ihrem Blog "Gotteswort, weiblich" mit den Sonntagstexten der katholischen Gottesdienste, daraus sind mehrere Bücher entstanden.
Am Freitag, 3. Juli 2026, um 19 Uhr stellt Annette Jantzen in Karlsruhe ihr Buch „Die ignorierten Frauen der Bibel“ vor. Im Mittelpunkt stehen biblische Frauen, deren Geschichten nicht oder nur eingeschränkt in katholischen Gottesdiensten gelesen werden.
Die katholische Leseordnung prägt maßgeblich, welche biblischen Erzählungen wahrgenommen werden – und die Auswahl fällt dabei ganz eindeutig zu Ungunsten der Frauen aus. An den Sonntagen lässt die Ordnung die meisten Frauen des Ersten Testaments weg, werktags sogar zwei Drittel. Die Frauengeschichten, die gelesen werden, sind häufig gekürzt, zurechtgeschnitten oder ihres Kontextes beraubt. Annette Jantzen richtet an diesem Abend den Scheinwerfer auf das, was ausgelassen und ignoriert wird, und bringt eine schier unbekannte weibliche Erzählvielfalt zurück ins Bewusstsein. Auch die Frage, wie dies in evangelischen Gottesdiensten aussieht, kommt in den Blick.
Am Samstag, 4. Juli 2026, lädt Annette Jantzen in Karlsruhe zum Thementag „Gottesbilder – Gottesrede“ ein. Die biblischen Bilder von Gott sind vielfältiger als unsere Gottesdienst- und Gebetssprache vermuten lässt. Der sommerliche Vertiefungstag verbindet Wissensvermittlung und Vortrag mit persönlicher Auseinandersetzung und gemeinsamem Nachdenken. Die Teilnehmenden gehen ans Eingemachte der eigenen Gottesvorstellungen und auf die Spur einer passenden Sprache dafür. Annette Jantzen zeigt, dass die Entwicklung der biblischen Gottesvorstellungen länger und kurvenreicher ist, als es von heute aus den Anschein haben mag. Weibliche Gottesbilder kommen dabei ebenso in den Blick wie die Frage, wie Übersetzungen Texte interpretieren und wie einseitig und patriarchal enggeführt vielfach das Ergebnis ist. Gleichzeitig eröffnet der Tag den Blick darauf, was aus den Texten alles noch zu heben ist und wie bereichernd das sein kann.
Dr. Annette Jantzen ist Theologin und promovierte Kirchenhistorikerin. Sie stammt aus dem Bistum Aachen und hat dort lange für den BDKJ und später für die Frauenpastoral gearbeitet. Mittlerweile ist sie beim Hildegardisverein sowie als freie Autorin tätig. Seit 2019 beschäftigt sie sich in ihrem Blog "Gotteswort, weiblich" mit den Sonntagstexten der katholischen Gottesdienste, daraus sind mehrere Bücher entstanden.
